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Lucia Nimcova hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Leben und der Entwicklung in Osteuropa beschäftigt. Ihre Recherche führte sie in die öffentlichen Archive ihrer Heimatstadt in der Slowakei. Beim Sichten von Dokumenten bemerkte sie, dass sich dort in den vergangenen Jahren nach der kommunistischen Diktatur und dem Beitritt der Slowakei zur Europäischen Union im Jahr 2004 scheinbar nichts verändert hat. Sie kehrte zurück zu einigen der Orte, die sie noch aus ihrer Kindheit kannte und hielt dort die Faszination einer scheinbar vom Wandel unberührten Zeit fest. Sie traf auf Menschen, die noch die gleichen öffentlichen Funktionen ausüben wie Jahre zuvor, Orte und Institutionen sind in der Vergangenheit stehen geblieben und selbst bei Veranstaltungen und politischen Diskussionen ist längst vergangenes deutlich erkennbar. Alles scheint in einer Zeitschleife erstarrt, an der politische und wirtschaftliche Entwicklungen unberührt vorbei ziehen. Genau darin liegt die Faszination der Gewinnerserie, die mehr erzählt, als es auf den ersten Blick scheint. Die fotografische Suche nach Spuren des Wandels überzeugt formal wie inhaltlich. Mit einem Augenzwinkern hält die Fotografin alltägliches fest, bringt den Betrachter zum Schmunzeln und regt gleichermaßen zum Nachdenken an.
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